Ausrüstung


Fotografieren mit dem Weitwinkelzoom

Fotografieren mit dem Makroobjektiv

Übersicht über meine Ausrüstungsteile

Überlegungen zur Anschaffung meiner Ausrüstung

Ergänzungen meiner Ausrüstung im Laufe der Zeit
Makroobjektiv Nikon AF Micro 60mm
Festplatte mit Display: Jobo Giga Vu Pro Evolution
Nahlinse Heliopan 4 E77
Super-Weitwinkelobjektiv Tokina AT-X 124 PRO DX AF 12-24mm f/4
Anschaffung einer kleineren Kamera (Canon PowerShot G15)
Kata 3N1-33 Sling-Rucksack mit Laptopfach
Apple Macbook Pro Retina Display 13 Zoll Late 2013

Übersicht über meine Ausrüstungsteile:

Kamera:
Nikon D100
Canon PowerShot G15

Objektive und Zubehör:
Nikon AF 18-35mm/3.5-4.5D IF-ED
Nikon AF Micro 60mm/2.8D
Tokina AT-X 124 AF pro DX AF 12-24mm f/4
Nahlinse 4, Heliopan

Blitz:
Nikon SB-80 DX
Ikelite Blitzgerät DS161 #4061.1 inkl. Schnellader

Unterwassergehäuse:
Sealux CD-100 GD (Kameragehäuse)
Sealux DOM180U (Domeport für Weitwinkelzoom)
Sealux ZR 28 Zwischenring (für Tokina Weitwinkelzoom)
Sealux PN 94 (Planport für Makro-Objektiv)
Sealux CX 80 (Blitzgehäuse)
Sealux CT 20 (Blitzarm)
Ikelite Unterwassergehäuse 6146.15 für Canon G15
Ikelite 9523.62 Schiene mit Doppel-Handgriff
10Bar Flexibler Arm 36 cm lang

Speichermedien:
San Disk Ultra II Compact Flash 1 GB
IBM Microdrive 1 GB
Jobo Giga Vu Pro Evolution 40 GB
SanDisk extreme SDHC 16 GB
Macbook Pro Retina Display 13 Zoll Late 2013

Bildbearbeitungsprogramme:
Adobe Photoshop CS
Adobe Photoshop Lightroom 

Transport:
Pelicase 1520
Zarges Trolley (abnehmbar, an Pelicase montiert)
Kata 3N1-33 Sling-Rucksack mit Laptopfach

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Überlegungen zur Anschaffung meiner Ausrüstung:

Als ich mir Gedanken über die Anschaffung einer Unterwasser-Fotoausrüstung machte, beschäftigte ich mich zunächst mit der Frage, ob ich mir eine konventionelle oder eine digitale Kamera zulegen sollte. Zwei Gründe waren für mich ausschlaggebend, eine Digitalkamera zu kaufen:

1. Die Möglichkeit, die Bilder problemlos bereits am Urlaubsort und sogar unter Wasser anschauen zu können. Ich kann mich sehr gut erinnern, wie enttäuscht ich nach dem ersten Tauchgang von meinen Resultaten war; kein einziges Bild war einigermaßen vorzeigbar. Bei einem konventionellen Dia- oder Kleinbildfilm hätte ich die Fehler erst nach dem Urlaub gesehen und kein einziges gutes Bild mit heimgebracht. Durch die Digitalfotografie wurden die Bilder von Tauchgang zu Tauchgang rasch besser.

2. Die Möglichkeit, die Bilder mit einfachen Mitteln nachzubearbeiten und zu archivieren. Die im Vergleich höheren Anschaffungskosten amortisieren sich rasch, wenn man bedenkt, wieviel Geld bei der konventionellen Fotografie in das Filmmaterial und dessen Entwicklung fließt. Auch ein guter Unterwasserfotograf hat auf einem 36er Film nur 2-3 verwertbare Bilder, der Rest ist Ausschuss. Bei einem 2-wöchigen Tauchurlaub werden so leicht 24 Filme belichtet, wobei die brauchbaren Bilder auch auf ein bis zwei Filmen Platz gefunden hätten.

Der Entschluss, digital zu fotografieren, war also gefasst. Die nächste Frage war nun die nach dem Kameratyp. Sollte ich eine der wesentlich preiswerteren Sucherkameras anschaffen, oder zu einer deutlich teureren Spiegelreflexkamera greifen? Eine digitale Sucherkamera (Pentax Optio 330) besaß ich bereits, hatte mit dieser jedoch bei der Tierfotografie über Wasser aufgrund der Auslöseverzögerung sehr schlechte Erfahrungen gemacht: auf den Azoren hatte ich versucht, mit dieser Kamera die Fluke von Pottwalen beim Abtauchen zu fotografieren. Beinahe regelmäßig war der Wal jedoch schon komplett abgetaucht, so dass auf dem Bild nur Wasser zu sehen war, da zwischen dem Betätigen des Auslösers und dem Aufzeichnen des Bildes 1-2 Sekunden verstrichen. Ähnliche Probleme stellte ich bei ersten Versuchen unter Wasser mit einer geliehenen Sony DSC-P1 ohne externe Lichtquelle im Oktober 2002 auf den Malediven fest.

Dies liegt daran, dass der Schärfepunkt – zumindest für die Feineinstellung – bei den Sucher-Digitalkameras praktisch immer mit Hilfe des CCD-Sensors ermittelt wird. Dessen Videobild wird während des Scharfstellens von der Kameraelektronik laufend ausgewertet und die Stellmotoren im Objektiv solange bewegt, bis das schärfste Bild ermittelt wurde. Das funktioniert zuverlässig, kostet aber viel Zeit und Rechenleistung. Je schwieriger das Motiv ist (d. h. bei wenig Licht oder wenig Kontrast), desto länger kann der Fokussier-Vorgang dauern.

Nikon D100 - Ansicht von hinten Nikon D100 - Ansicht von vorne

Anders Wechselobjektiv-Spiegelreflex-Digitalkameras: Dank spezieller, hoch entwickelter Sensoren innerhalb der Kamera und leistungsfähiger Stellmotoren im Objektiv fokussieren diese genauso schnell wie ihre analogen Schwestermodelle.
Dieses Problem sollen die neueren Sucherkameras nicht mehr in dem Maße haben; Anfang 2003 war es aber nur möglich, dieses Problem durch den Kauf einer Spiegelreflexkamera zu umgehen. Meine Wahl fiel auf die Nikon D100.

AF Nikkor 18-35 mm D





Als Objektiv schaffte ich mir zunächst das AF Nikkor 18-35 mm D an, ein Weitwinkel-Zoom, mit dem man sowohl Unterwasserlandschaften, Wracks, Großfische, Tauchergruppen als auch Fischportraits anfertigen kann. Aufgrund der Brennweitenverlängerung gegenüber einer Kleinbildkamera um das 1,5-fache entspricht die Brennweite dieses Zoom-Objektivs etwa 27-51 mm.

AF Micro 105 mm D

Inzwischen habe ich auch erste Erfahrungen in der Makrofotografie mit einem geliehenen AF Micro 105 mm D unter Wasser gewonnen. Einige der Malediven-Bilder und Holland-Bilder wurden mit diesem Makro-Objektiv gemacht. Es erlaubt Abbildungen bis zum Maßstab 1:1.
Nun musste noch die Wahl des Blitzes entschieden - Unterwasserfotografie ist Blitzlichtfotografie - und natürlich ein passendes Unterwassergehäuse gefunden werden.

Nikon SB-80 DX im geöffneten Sealuxgehäuse, Ansicht von hinten, Batteriefach ebenfalls geöffnetNikon SB-80 DX im Sealuxgehäuse, Ansicht von vorne, LEDs des Pilotlichtes gut zu erkennen





Zunächst zur Wahl des Blitzes. Hier gibt es prinzipell zwei Möglichkeiten: zum einen den Systemblitz im Unterwassergehäuse oder zum anderen einen Amphibienblitz. Der Systemblitz hat den Vorteil, dass er perfekt mit der Steuer-Software der Kamera harmonisiert, gleichzeitig aber auch den Nachteil, die besonderen Belange der Unterwasserfotografie nicht zu berücksichtigen. Die Lichtleistung ist begrenzt, der Leuchtwinkel eher klein und die Farbtemperatur vergleichsweise hoch. Amphibienblitze werden speziell für den Einsatz unter Wasser gebaut und werden den speziellen Anforderungen unter Wasser besser gerecht. Ich habe mich dennoch für den Systemblitz Nikon SB-80 DX entschieden, da ich diesen auch über Wasser einsetzen kann, was mit einem Amphibienblitzgerät nicht sinnvoll möglich ist. Der SB-80 DX gehört nicht mehr zur aktuellen Nikon-Produktpalette.

D100 im Sealuxgehäuse CD 100-GD mit Blitzgehäuse CX 80


Bei der Wahl des Unterwassergehäuses entschied ich mich für die Firma Sealux. Es gibt eine ganze Reihe von Herstellern von Unterwassergehäusen im deutschsprachigen Raum, allerdings gibt es meiner Erfahrung nach keine oder nur wenig Möglichkeiten, sich diese Gehäuse einmal vergleichend im Fachhandel anzuschauen. Um nicht mehrere Male quer durch Deutschland und die Schweiz zu den Herstellern zu fahren, nutzte ich die Wassersportmesse "Boot" in Düsseldorf, um die Fabrikate der verschiedenen Hersteller unter die Lupe nehmen zu können. Auf der "Boot" sind eigentlich alle namhaften Unterwassergehäusehersteller vertreten. Eine gute Übersicht über alle Gehäusehersteller mit Forum zum Erfahrungsaustausch gibt es übrigens unter www.digideep.com, hier habe ich mir einige Informationen geholt.
Die Entscheidung für ein Sealux-Gehäuse wurde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zum einen bot Sealux mit dem Grand-Sucher einen Aktionssucher mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1,1 an und war zur Zeit des Kaufs meiner Ausrüstung der einzige Hersteller, der ein Gehäuse für einen Systemblitz im Programm hatte. Zum anderen spielte natürlich auch der Gesamteindruck eine Rolle, und das Gehäuse CD 100-GD machte einen sehr robusten Eindruck.

Nikon D100 im Sealuxgehäuse CD 100 - Ansicht von hinten, Unterwasserghäuse geöffnetGehäuse CD 100-GD, Ansicht von der Seite, Grand Sucher gut zu erkennen

Es erlaubt die Bedienung sämtlicher Kamerafunktionen außer des Fokusschalters, d.h. lediglich die Entscheidung, ob manuell oder mit einer der beiden Autofokusbetriebsarten gearbeitet werden soll, muss vor dem Tauchgang bzw. Verschließen der Kamera erfolgen. Diese Entscheidung fällt ohnehin nicht schwer. Das manuelle Scharfstellen kann ich unter Wasser nicht empfehlen, der Autofokus arbeitet wesentlich präziser und schneller. Die Wahl zwischen den beiden Autofokusbetriebsarten Schärfepriorität und Auslösepriorität fällt ebenfalls nicht schwer. Ich bevorzuge eindeutig die Schärfepriorität, d.h. die Kamera löst nur aus, wenn das Motiv scharfgestellt ist. Dies führt gelegentlich dazu (v.a. bei kontrastarmen Objekten und schlechter Sicht), dass überhaupt nicht ausgelöst werden kann, ist aber aus meiner Sicht immer noch besser als nur zufällig scharfe Bilder, wie sie die Kamera in der Einstellung Auslösepriorität liefert. Zudem lässt sich noch die prädiktive Schärfenachführung aktivieren, die bewirkt, dass die Kamera Bewegungen eines Objektes vorausberechnet und diese Berechnungen beim Fokussieren berücksichtigt.

Bei aller Begeisterung über das Sealux-Gehäuse, zwei Kritikpunkte gibt es dennoch. Diese betreffen den Blitzarm und das Blitzgehäuse:

Blitzarm CT 20 Klemmstück für den Blitzarm CT 20

1. Der Blitzarm CT 20 hat an seinen Enden Kugeln, die von Klemmstücken fixiert werden. Diese Klemmstücke sind in der Originalversion aus Plastik und erlauben es nicht, den Blitz bei z.B. starker Strömung sicher zu fixieren. Zieht man die Klemmstücke zu stark an, brechen sie, was mir mehrfach passiert ist. Vermeidet man dies, indem man sie eben nicht zu fest anzieht, hält der Blitz in manchen Situationen nicht. Inzwischen stellt Sealux die Klemmstücke aus Metall her. Ich habe die neuen Klemmstücke erstmals bei den Mallorca-Tauchgängen getestet und konnte die beschriebenen Probleme nicht mehr beobachten. Sealux empfiehlt für das Blitzgehäuse CX 80 mit dem Nikon SB-80 DX den Blitzarm CT 20. Ich denke, der etwas robustere CT 25 würde zu dem doch recht schweren Blitz(gehäuse) besser passen, habe damit aber keine eigenen Erfahrungen.

2. Die LEDs im Blitzgehäuse CX 80 (s. Abb. weiter oben) machen zwar bei Nachttauchgängen eine Hauptlampe überflüssig, für den Einsatz bei Tage sind sie aber zu schwach und erfüllen ihren Zweck als Pilotlicht, d.h. zur Erleichterung des Ausrichten des Blitzes, leider nicht. Mit etwas Übung gelingt es aber mit der Zeit, den Blitz auch ohne Pilotlicht in die richtige Position zu bringen.

Insgesamt bin ich mit der Wahl meiner Ausrüstung sehr zufrieden. Sowohl Kamera als auch Gehäuse haben sich in inzwischen über 100 Tauchgängen (Stand 06/05) bewährt und immer störungsfrei funktioniert.

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Ergänzungen meiner Ausrüstung im Laufe der Zeit:

Makroobjektiv: Nikon AF Micro 60mm

Nikon AF Micro 60mm/2.8D

verschiedene Sealux-Ports

27.01.06:
Nachdem ich nun 3 Jahre überwiegend mit dem Weitwinkel-Zoomobjektiv gearbeitet habe, erfüllte ich mir endlich den langgehegten Wunsch eines Makroobjektivs mit dem dazu passenden Port. Nikon bietet zwei Makro-Objektive an: das 105er Makro, welches ich schon in Holland 2004 getestet hatte, und das 60er Makro. Ein Problem beim Fotografieren im Makrobereich ist der geringe Schärfentiefebereich, den man manchmal als gestalterisches Mittel (gewollte Unschärfe in Teilen des Motivs) nutzen kann, der aber oft eher störend ist. Hier ist das 60er Makro im Vorteil, da es bei der kürzeren Brennweite den größeren Schärfentiefebereich hat. Dafür hat es aber auch den kleineren Abbildungsmaßstab, d.h. man muss, um ein Objekt in gleicher Größe auf das Bild zu bekommen, näher ans Objekt. Dies ist zwar prinzipiell immer gewünscht und bei Vorhandensein von Schwebeteilchen sogar essenziell, bei manchen Objekten aufgrund ihrer Fluchtdistanz aber auch limitiert. Da die Nikon D100 eine Brennweitenverlängerung von 1,5 hat, habe ich mich für das 60er Makro entschieden, da es, auf Kleinbildformat umgerechnet, eine Brennweite von 90 mm hat und damit einen hervorragenden Kompromiss zwischen Schärfentiefe und Abbildungsmaßstab darstellt.
Den passenden Planport von Sealux (PN 94) habe ich mir auf der Boot in Düsseldorf gekauft.



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Jobo Giga Vu Pro Evolution

Festplatte mit Display: Jobo Giga Vu Pro Evolution

19.12.07:
Nach langer Wartezeit habe ich endlich mein neues Speichermedium für unterwegs bekommen. Bereits im Frühjahr hatte Jobo den Giga Vu Pro Evolution angekündigt, und Testberichte gab es ebenfalls schon seit Monaten zu lesen. Doch offenbar hatte Jobo Lieferschwierigkeiten: Anfang August hatte ich das Gerät beim Fotohändler meines Vertrauens bestellt, und erst jetzt wurde es ausgeliefert.
Es handelt sich beim Giga Vu Pro Evolution um eine externe Festplatte mit eingebautem LCD-Monitor. Im Gegensatz zu meiner bereits vorhandenen Festplatte (Trekstor Photobox) hat dieses Gerät also den Vorteil, dass die Bilder schon im Urlaub einer ersten Kontrolle unterzogen und nicht gelungene Fotos gelöscht und evtl. wiederholt werden können. Der sehr helle und kontrastreiche Monitor hat eine Auflösung von 640 x 480 RGB-Pixel bei einer Größe von 3,7 Zoll. NEF-Dateien (Nikon-RAW-Format) können verarbeitet und bis auf Pixel-Auflösung gezoomt werden - wohlgemerkt, es werden die Original-RAW-Dateien gezoomt, nicht etwa das mitabgespeicherte JPEG-Bild. Dies ist bei Geräten anderer Hersteller (z.B. Epson) häufig nicht möglich; ich habe dies mit meinen Speicherkarten im Fotogeschäft selbst ausprobieren dürfen.
Nebenbei hat der Giga Vu Pro Evolution auch eine Diaschau-Funktion und lässt sich problemlos an ein TV-Gerät anschließen, so dass man seine Bilder z.B. auf der Tauchsafari gleich einem breiteren Publikum vorführen kann.
Weiterhin lassen sich auch MP3-Dateien (was z.B. zum Unterlegen einer Diaschau mit Musik angenehm sein kann) und MPEG2- sowie MPEG4-Dateien (evtl. für Filmer interessant) speichern und wiedergeben.
Momentan gibt es den Giga Vu Pro Evolution mit 40, 80 und 120GB Speicher. Für meine Zwecke sind die 40GB ausreichend, was natürlich auch eine Preisfrage ist. 40GB gibt es für um die 450 Euro, 80GB kosten ca. 630 und 120GB etwa 800 Euro. Ein Nachteil (der allerdings für mich als Nikon-Nutzer nicht ins Gewicht fällt) ist das Vorhandensein eines Slots ausschließlich für CF-Karten (und Microdrive), für andere Kartentypen muss erst ein Adapter angeschafft werden.

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Nahlinse 4, Heliopan

01.09.07:
Nachdem ich in den letzten zwei Jahren überwiegend im Makrobereich fotografiert habe, begann ich mich während des Urlaubs im März 2007 in Thailand wieder verstärkt für Landschaftsaufnahmen und damit für die Weitwinkelfotografie zu interessieren. Leider musste ich gerade bei den Aufnahmen, die ich in Thailand gemacht hatte (z.B. Ko Bon West Ridge 1, Ko Tachai Pinnacle, Ko Bon West Ridge 2), feststellen, dass die Bilder v.a. bei den sehr kurzen Brennweiten mit meinem 18-35 mm Weitwinkelzoom randlich erhebliche Unschärfen aufweisen. Dies ist auf den Beispielbildern bei den Hochformataufnahmen v.a. am unteren Bildrand und bei den Querformataufnahmen v.a. an den seitlichen Bildrändern gut zu sehen. Deshalb schaffte ich mir auf Empfehlung meines Gehäuseherstellers Sealux eine Nahlinse mit +4 Dioptrien der Firma Heliopan an, die die Naheinstellungsgrenze des Objektivs in den Makrobereich verlagert und als Sammellinse bei gleichbleibender Einstellung die Brennweite verkürzt. Dies sollte mein Objektiv besser auf meinen Domeport abstimmen.
Getestet habe ich die Nahlinse bei meinen Tauchgängen Anfang September im Bodensee. Auf den Bilder aus der Uferregion und des Abflussrohres sind meiner Meinung nach tatsächlich weniger Verzeichnungen zu erkennen. Allerdings bin ich insgesamt mit der Schärfe der Bilder nicht zufrieden, weshalb ich die Anschaffungs eines Superweitwinkel-Objektivs plane, mit dem ich mit meiner D100 trotz Brennweitenfaktor von 1,5 dann tatsächlich im Weitwinkelbereich arbeiten kann.

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Tokina AT-X 124 PRO DX AF 12-24mm f/4

Super-Weitwinkelobjektiv Tokina AT-X 124 PRO DX AF 12-24mm f/4

16.12.07:
Nun ist es also da, das Super-Weitwinkelobjektiv. Entschieden habe ich mich für das Tokina AT-X 124 PRO DX AF 12-24mm f/4, das mit einer UVP von 535 Euro deutlich preiswerter zu haben ist als das Original Nikon-Objektiv AF-S DX 4,0/12-24 G IF-ED sw E 77 mit einer UVP von 1249 Euro. Dabei schneidet das Tokina-Objektiv in den einschlägigen Testberichten keinesfalls schlechter, sondern zumeist sogar besser ab als das Original. Es wird in den meisten Berichten lediglich bei der kurzen Brennweite eine leichte Verzeichnung und Vignettierung im Randbereich attestiert, dies sich mir allerdings nicht störend bemerkbar machte und m.E. den Preisunterschied nicht rechtfertigt. Auch Sealux empfahl eindeutig das Tokina-Objektiv. Einen neuen Port musste ich nicht anschaffen, der DOM180U benötigt nur einen Zwischenring (ZR 28), um auf das Superweitwinkelobjektiv abgestimmt zu werden.
Damit steht mir nun unter Wasser ein tatsächliches Weitwinkelobjektiv zur Verfügung, denn die Brennweitenverlängerung von 1,5 lässt aus den 12-24mm 18-36mm werden. Damit habe ich nun als kürzeste Brennweite faktisch 18mm gegenüber 27mm bei meinem alten 18-35mm Nikon-Zoomobjektiv. Dies hat sich z.B. beim Fotografieren der Delphine auf Roatan bei schlechten Sichtweiten sehr bezahlt gemacht, da ich den Abstand zwischen Kamera und Objekt so deutlich verkürzen konnte.

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Ikelite Unterwassergehäuse 6146.15 für
Canon G15 Doppelblitzarm
Ikelite Blitzgerät DS161 #4061.15 10Bar Flexibler Arm 36cm

Anschaffung einer neuen Kamera

12.08.2013:
Nachdem mir die D100 mit ihren Ergänzungen 10 Jahre lang gute Dienste geleistet hatte, wurde es Zeit für etwas Neues. Die alte Kamera war nach wie vor voll funktionstüchtig, auch wenn sie hinsichtlich ihrer Auflösung von 6 Megapixel nicht mehr ganz dem Stand der Zeit entsprach, doch hatte mich das nie gestört, selbst Abzüge im Posterformat waren immer gut möglich gewesen. Grund für die Neuanschaffung war vielmehr gewesen, dass sich in meinem Pelicase inzwischen Ausrüstungsteile von insgesamt 16kg angesammelt hatten, und mir das einfach zu viel Schlepperei geworden war. Die Fluggesellschaften schauen immer genauer hin, was das Handgepäck angeht (ich hatte bislang immer Glück, ich bin immer ohne es wiegen zu müssen durchgekommen), und öfter brauchte ich auch eine freie Hand für meinen Sohn, so dass die Suche nach leichterer Ausrüstung die logische Konsequenz war.
Durch gute Erfahrungen im Bekanntenkreis wurde ich auf die PowerShot G-Serie von Canon aufmerksam. Obwohl nur Sucherkameras, verfügen Kameras dieser Serie über hochauflösende lichtstarke Objektive und erlauben alle manuellen Einstellungen und natürlich auch das Fotografieren im RAW-Format. So legte ich mir das aktuelle Modell G15 zu.
Durch meine bisherige Ausrüstung war ich natürlich einen gewissen Standard gewöhnt, so dass, was Gehäuse und Blitz anging, die einfachen Canon-Gehäuse und Nutzung des eingebauten Blitzes keine Option darstellten. Meine Wahl fiel schließlich, wiederum durch gute Erfahrungen anderer u/w-Fotografen bedingt, auf das Ikelite-Gehäuse 6146.15 und den Ikelite-Blitz DS161 #4061.1. An das Gehäuse habe ich eine Schiene mit Doppelhandgriff (Ikelite 9523.62) angebracht, an der der Blitz über einen flexiblen 10Bar-Arm von 36cm Länge befestigt ist. So wiegt die Ausrüstung ca. 4kg (gegenüber knapp 9kg der alten Ausrüstung bei Verwendung des Domeports). Sie ist sehr handlich, es lassen sich alle Bedienelemente der Kamera bedienen, und die TTL-Blitzbelichtung funktioniert hervorragend. Hiermit war ich bei der D100 und dem SB-80 DX nie wirklich zufrieden gewesen, so dass ich mit der Nikon immer manuell die Blitzstärke eingestellt hatte. Das eingebaute Videolicht ersetzt bei einem Nachttauchgang die Lampe, und der eingebaute Akku hält deutlich länger als ein ausgedehnter Tauchgang. Mit der Kamera sind im Gegensatz zur D100 Videos in HD-Qualität möglich, der Blitz eignet sich dabei hervorragend als Videolicht.
Erste Tests habe ich im Grevelinger Meer im September 2013 gemacht, inzwischen (Februar 2015) hat sich die Kamera bei vielen Tauchgängen in Holland, im Bodenesee, in Thailand, Ägypten und Spanien bewährt.
In ihrer Auflösung reicht die Kamera an die D100 mindestens heran (die nominelle Auflösung ist doppelt so hoch). Das Display lässt sich unter Wasser hervorragend ablesen, auch bei hellem Sonnenlicht hatte ich bis dato keine Probleme. Praktisch ist, dass ich nun nicht mehr vor dem Tauchgang wissen muss, ob ein Walhai am Domeport vorbei schwimmt, oder ob ich das Makro für eine Nacktschnecke benötige. Die G15 kann nämlich beides. Natürlich reicht sie mit einer Brennweite von 28mm im Weitwinkelbereich nicht an die D100 heran, die es mit dem Tokina-Weitwinkelobjektiv auf 12mm (jeweils über Wasser) bringt, und auch im Makrobereivh ist der Abbildungsmaßstab der Spiegelreflexkamera besser, aber dies lässt sich durch Unterwasservorsatzlinsen, die ich mir sicher noch anschaffen werde, zumindest zum Teil ausgleichen.
Kondenswasserbildung trat bislang ein einziges Mal auf (an einem sehr heißen Sommertag mit anschließendem Tauchgang im Bodensee bei einer Wassertemperatur von 6°C). Seither nutze ich Silika-Gel-Beutelchen und hatte auch bei ähnlichen Bedingungen keine Probleme mehr. Einziges Manko ist die weiterhin nicht weg zu diskutierende Auslöseverzögerung, die sich naturgemäß besonders bei schnell schwimmenden Fischen störend auswirkt. Fotos von Clownfischen geraten doch eher zu Zufallsprodukten; dies war bei der D100, wenn man fokussiert hatte und den Auslöser schon am Punkt hielt, nicht der Fall gewesen.
Der Akku des Blitzes war leider nach einem Jahr defekt, wurde aber von Ikelite anstandslos ersetzt. Ob es sich hierbei um ein häufiger auftretendes Problem handelt, vermag ich nicht zu burteilen. Mich hat es zum Glück nicht allzusehr gestört, da dies nicht in einem Tauchurlaub, sondern bei einem Badeurlaub mit meinem Sohn in Ägypten passierte. Hier konnte ich bei ein paar Schnorcheltauchgängen auf max. 3m auf den Blitz verzichten. Auf einer reinen Tauchsafari hätte mich das sicher deulich mehr geärgert.

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Kata
3N1-33 Sling-Rucksack mit Laptopfach

Kata 3N1-33 Sling-Rucksack mit Laptopfach

09.10.2013:
Um die neue Ausrüstung transportieren zu können, schaffte ich mir einen Kata 3N1-33 Sling-Rucksack mit Laptopfach an. Dieser bietet eine clevere, variable Unterteilung und hat ausreichend Platz für Kamera, Gehäuse, Zubehör und ein Laptop.



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Macbook Pro Retina Display 13 Zoll Late 2013

Apple Macbook Pro Retina Display 13 Zoll Late 2013

02.11.2013:
Die Jobo Giga Vu Pro Evolution-Festplatte musste ich, da man mit ihr keine (wie in der PowerShot G15 benutzten) SD-Karten einlesen kann, ebenfalls aussortieren. Ich verband das Angenehme mit dem Nützlichen und schaffte mir ein Macbook Pro mit Retina Display sowie die aktuelle Version von Adobe Lightroom an. So kann ich die Bilder nicht nur sichern, sondern gleich vor Ort bearbeiten. Früher habe ich meine Bilder mit Adobe Photoshop bearbeitet und auch die Webseiten damit kreiert. Der Workflow der Bildbearbeitung und auch -archivierung ist mit Lightroom in meinen Augen noch einfacher als mit Photoshop. Die ersten mit Lightroom bearbeiteten Bilder auf meiner Webseite sind die Thailand-Bilder von November 2013.

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