Schnorcheln in Marsa Alam





Im November 2014 verbrachte ich mit meinem 5-jährigen Sohn eine wunderbare Woche im Sentido Oriental Dream an der Oriental Coast in der Nähe von Marsa Alam. Natürlich war der Urlaub nicht als Tauchurlaub konzipiert, sondern eher zum Sonnetanken und Baden gedacht, aber Schnorcheln stand schon auf dem Programm.

Bei der Auswahl des Hotels war es mir wichtig gewesen, ein direkt vom Strand zugängliches und vor Brandung geschütztes Hausriff vorzufinden. Nach Recherchen bei Taucher.net und google maps fiel meine Wahl auf das oben genannte Hotel. Es ist ein ziemlich großes Hotel mit all-inclusive-Konzept und von daher eigentlich nicht wirklich meine Wellenlänge. Letztendlich wurden wir aber angenehm überrascht. Das Personal war unaufdringlich, das Essen zumindest annehmbar, die Zimmer sauber und die Mini-Disco abends nicht nur für meinen Sohn der Kracher.

Und meine Rechnung das Hausriff betreffend ging voll auf, man erreichte es nach ca. 50m Waten durch seichtes Wasser vom Strand aus, und es war durch das vorgelagerte Saumriff hervorragend vor Brandung geschützt. Die Wassertiefe betrug kaum mehr als 3m, aber es ging ja nicht um Tieftauchen, sondern Schnorcheln an der Oberfläche, und das ging hier perfekt. Wir schnorchelten entlang von Steinkorallen und Feuerkorallen und sahen die übliche Rotmeerfauna wie z.B. Blaupunktrochen, Clownfische, Rotfeuerfische, Krokodilfische, Flötenfische u.v.m. bei quasi jedem Schnorcheltauchgang. Wäre das Wasser wärmer gewesen, hätte ich meinen Sohn wohl nicht mehr aus dem Wasser bekommen.

Nebenbei sei bemerkt, dass er im November immer noch nicht wirklich schwimmen konnte, aber beim Schnorcheln perfekt im Wasser lag und keinerlei Angst hatte - außer vor dem ersten gesichteten Rotfeuerfisch, um dessen giftige Rückenflossenstacheln er wohl wusste, wie auch vor dem ersten Blaupunktrochen, von dessen Stachel er ebenfalls gehört hatte. Schnell merkte er dann aber, dass sich alle Fische natürlich nicht aggressiv verhielten, und genoss die Begegnungen mit den Tieren. Im Vergleich zu seinem ersten Schnorchelausflug ein Jahr zuvor in Thailand nahm er die Unterwasserwelt viel genauer wahr.

Das Foto von meinem Sohn und mir schoss übrigens ein freundlicher uns entgegen kommender Taucher mit meiner Kamera.

Eine erste negative Überraschung erlebte ich allerdings mit meiner neuen Kamera, genauer gesagt dem Blitz, der sich nicht einschalten ließ. Von daher war ich sehr froh, nicht zu einer Tauchsafari in Ägypten zu sein, denn beim Schnorcheln in 3m Tiefe ließ sich das Fehlen des Blitzes noch verschmerzen. Ursache der Störung war nach Auskunft von Ikelite übrigens ein defekter Akku, der anstandslos ersetzt wurde.

Ein paar Erinnerungsfotos habe ich auf meine Seite gestellt.

zurück zur Eintragsauswahl