Holland 2009 - 2011


Parkplatz an der Zeeland-Brücke

In den letzten Monaten habe ich nach und nach die lange liegen gebliebenen Bilder der Holland-Trips von 2009 - 2011 aufgearbeitet. Inzwischen sind auch die letzten Bilder des Jahres 2011 auf die Seite gestellt, und der Holland-Urlaub 2012 ist ebenfalls schon fest geplant.

2011 war für meinen Tauch- und Fotopartner Uwe und mich ein besonderes Jahr, was Holland angeht. Schon oft hatten wir von der Sepien-Paarung gehört, und schon lange hatten wir darüber nachgedacht, uns dieses Spektakel selbst einmal anzuschauen. Letztes Jahr haben wir unser Vorhaben nach Kauf eines Trockentauchanzugs für Uwe endlich in die Tat umgesetzt und sind früher als sonst, nämlich im Mai, nach Holland gestartet.
So richtig konnten wir es uns gar nicht vorstellen, dass wir die Sepien tatsächlich zu Gesicht bekommen würden. Warum sollten die Sepien jedes Jahr zur selben Zeit aus der Nordsee in die Oosterschelde zur Paarung kommen? Dies schien uns beinahe zuviel verlangt. Als wir uns dem Parkplatz hinter der Zeelandbrücke gut zwei Stunden vor dem Gezeitenwechsel näherten, waren wir zunächst etwas schockiert, denn der Parkplatz war schon voll. Wir konnten uns eben noch mit unserem Camper in die letzte Lücke quetschen. Doch dann schöpften wir Hoffnung und dachten, so viele Taucher könnten doch nicht irren.

Sepienpaarung an der Zeeland-Brücke

Eine halbe Stunde vor Gezeitenwechsel begaben wir uns mit einer Heerschar anderer Taucher ins Wasser und dachten wohl beide dasselbe: wenn tatsächlich Sepien da sind, werden wir sie vor lauter Tauchern nicht sehen. Wir tauchten also mit gemischten Gefühlen in die Richtung, in der man uns gesagt, dass man in etwa 10m Tiefe Pfähle in den Boden gesetzt hätte, an die Sepien ihre Eier heften sollten. Und tatsächlich, da waren sie, bis zu 10 Sepien, und alle so in ihr Paarungsritual vertieft, dass sie sich von den anwesenden Tauchern, die sich um die Pfähle gruppiert hatten, nicht stören ließen. Wir beobachteten das Spektakel fast eine Stunde und bewegten uns dabei kaum von der Stelle. Unsere Sorge, nichts zu sehen zu bekommen, erwies sich als unbegründet, denn es waren so viele Pfähle aufgestellt, dass genug Platz für alle Taucher war. Es war ein unvergessliches Ereignis, das wir am Folgetag nochmals in derselben Form erleben durften.

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